Im Dialog

Dialog im leeren Raum

In einem „leeren Raum“ sitzt sich unsere Dramatis Personae, zwei Puppen,  gegenüber. In einer kommunikativen Ausgangssituation. Einander ausgesetzt.

Was wird sich entwickeln zwischen Ihnen? Ein Blick hinter die Kulissen eines leeren Raums.

(mehr…)

James Barry, König Lear beweint Cordelia

James Barry, König Lear beweint Cordelia

Der letzte Vorhang fällt in Luc Bondys Inszenierung von Shakespeares König Lear und es bleibt ein seltsames Gefühl zurück. Abgesehen von dem Berg von Leichen auf der Bühne, der den Lear jeden blutrünstigen Wallander-Krimi problemlos in den Schatten stellen lässt, ist dieses Unbehagen aber ein ganz anderes.  Es hat nichts zu tun mit der Inszenierung selbst, am wenigsten mit dem beeindruckenden Gert Voss als Lear und auch nicht unbedingt etwas mit der kompletten Neuübersetzung des Stücks, die extra für diese Inszenierung geleistet wurde (mag man sie an manchen Stellen auch etwas zu modern finden). Woran also?

(mehr…)

Beckett On Film

Beckett On Film

„Warten auf Godot“ von Samuel Beckett ist ein wunderbares Beispiel dafür, was man sinnvolles mit einem iTunes-Gutschein anfangen kann. Nämlich zum Beispiel sich die englische Fassung des Theaterstücks herunterladen, anhören und dabei im eigenen „Kopftheater“ inszenieren. Ein Glanzstück ist auch die deutsche Aufführung mit Horst Bollmann, Klaus Herm und Stefan Wigger, die Beckett selbst 1974/75 am Berliner Schiller-Theater inszenierte. Ebenfalls als Tondokument zu bekommen, sogar in unserer städtischen Leihbücherei.

(mehr…)

Beckett - Glückliche TageOh, dies ist ein glücklicher Tag, dies wird ein glücklicher Tage gewesen sein!

Ein ganz normaler Diestagabend in einem Kleinstadttheater in Deutschland. Die Theaterring-Abonnentinnen und Abonnenten sind in der Mehrzahl, daneben ein paar mumaßliche Abiturienten oder Studenten, ein Künstler – oder zumindest einer, der so aussehen will wie einer. Und natürlich der nahezu notorische Trupp pensionierter Gymnasiallehrer, der sich überlegen und augenscheinlich gut präpariert an einem der Stehtische im Foyer aufgebaut hat. (mehr…)

„Do not go gentle in that good night!“ 
(Dylan Thomas) 

The Duke of York's Theatre, Aufführung von Harold Pinters Stück No Mans Land

The Duke of York's Theatre, Aufführung von Harold Pinters Stück No Mans Land

Seine ersten Stücke kamen auf der Bühne beim Publikum schlecht an. Die Uraufführung von „The Birthday Party“ fand in London vor sechs Zuschauern statt. Erst in den 1960er Jahren mit „Der Hausmeister“, seinem sicherlich bekanntesten Theaterstück, gelang ihm der Durchbruch. Es begründete seinen Weltruhm. 

Nun ist er am 24. Dezember 2008 in London seinem langjährigen Krebleiden erlegen.

(mehr…)

Chaucer und Digger leben in einem aufgelassenen Bergwerk nahe einer kleinen Gemeinde, die ihre besten Zeiten mit dem Kohleboom hinter sich gelassen hat. Bei ihnen wohnt Meggie, die wohl irgendwie mit Digger „zusammen“ ist, was auch immer das in dieser Beziehung bedeutet. Zur Aufbesserung ihres Einkommens haben die beiden verschiedene Teile des Bergwerks an Typen vermietet, die skurill genug sind, ihr Leben ebenfalls unter Tage verbringen zu wollen – aus den unterschiedlichsten Gründen.

Das sorgsam austarierte Gleichgewicht ihres Lebens gerät ins Wanken, als sich die beiden streng getrennten Welten von „oben“ und „unten“ zu vermischen drohen…

[Infos zum Stück]