Kindergeschichte: Ester und Teddy verreisen
Ester langweilt sich: Es sind Ferien und alle ihre Freundinnen sind verreist. Da ihre Familie keine Zeit hat, mit ihr in Urlaub zu fahren, nimmt sie die Sache selbst in die Hand. Verfolgen Sie selbst die Schritte von der Planung dieses Kinderbuchs über den Punkt, wo sich alles verselbständigt, bis hin zur Finalisierung des Textes…
Textauszug
„Ester, das ist Dr. Robbe“, piepste die Frauenstimme.
„Ah, noch so ein kleiner Erdenwurm“, sagte dieser erfreut. Dann blickte er ernst zu Teddy. „Aber Tiere sind hier nicht erlaubt“ sprach er streng, nur um Augenblicke später in lautes, wieherndes Gelächter über seinen eigenen Witz auszubrechen.
Teddy brummte und keiner wusste, ob amüsiert oder verärgert. Ester musste wieder niesen.
„Aha“, sagte Dr. Robbe fachmännisch und deutete gleich hinüber auf ein Regal. „Meinen Koffer bitte, Frau Jähmlich.“
Die Piepsstimme tat, wie sie geheißen ward, und brachte dem Doktor eilfertig den gar nicht so leichten Koffer.
„Aufmachen“, befahl er. Sie tat es. „Das Stethoskop.“ Sie setzte es ihm an.
„Halt es Dir auf die Brust“ kommandierte er Ester und auch die traute sich nicht, ihm zu widersprechen. Sie zog ihr Hemd hoch und hielt sich das eiskalte Stethoskop auf die Brust.
„Und nun darf ich um absolute Ruhe bitten“, sagte Robbe mit strengem Blick auf die kleine Emma, die langsam unruhig zu knottern begann.
Ester musste plötzlich lachen und wenig später fiel ihr auch ein, warum: Das war genau der Satz, den im letzten Herbst der Zirkusdirektor feierlich zelebriert hatte, als die Artisten sich aufs Hochseil begaben. Sie stellte sich Dr. Robbe vor, wie er weit oben in einer Zirkuskuppel auf dem Hochseil balancierte. Hatschi!




